Ein Nationalpark in der Bayerischen Rhön

 

 

Informationen zur Suchraumkarte eines möglichen Nationalparks in der Rhön
Stand 24.05.2017

Die aktuelle Arbeitsgrundlage für eine Gebietskulisse eines möglichen Nationalparks in der Rhön stellt den vom Stand 24.05. 2017 dar. Ein erster Entwurf berücksichtigte vor allem naturschutzfachliche Belange. Dieser Entwurf wurde inzwischen nochmals verfeinert. Einige Bereiche in denen bereits anderweitige Schutzgebietsausweisungen vorliegen, wurden zwischenzeitlich herausgenommen.

Geeignete Flächen für einen Wald-Nationalpark liegen in der Südrhön im geographischen Dreieck zwischen Bischofsheim an der Rhön, Bad Brückenau und Bad Kissingen. Der Suchraum umfasst einen größeren zusammenhängenden östlichen Waldbereich, der sich vom Klauswald (z. T. FFH-Gebiet mit wertvollen Mischwäldern) im Süden bis zum Burgwallbacher Forst im Norden erstreckt. Die Suchkulisse wird im Südwesten durch einen Bereich zwischen Burkardroth und Oberthulba komplettiert.

Die Möglichkeit eines länderübergreifenden Nationalparks stellt sich in der Rhön aufgrund der Waldflächenverteilung, dem Verlauf der Landesgrenze und vorhandener Infrastruktur schwierig dar. Die Landschaft entlang der Landesgrenze zu Hessen und Thüringen besteht überwiegend aus einem Mosaik aus Wiesen, Weiden und Waldbereichen. Die Hohe Rhön und die Lange Rhön sind überwiegend von Offenland geprägt. Diese attraktive und naturschutzfachlich hochwertige Landschaft im Herzen des Biosphärenreservats – dem Land der offenen Fernen – soll auch künftig durch landwirtschaftliche Nutzung so erhalten werden. Darüber hinaus befindet sich an der Grenze zwischen Hessen und Bayern der Truppenübungsplatz Wildflecken.

Aktuell wird geprüft, ob dennoch die Möglichkeit besteht, den Gedanken eines länderübergreifenden Aspekts bei einem möglichen Nationalpark Rhön zu würdigen.

In der vorliegenden Gebietskulisse sind ausschließlich Staatswaldflächen einbezogen. Optional können kommunale oder private Flächen aufgenommen werden, wenn dies von den Grundstückseigentümern ausdrücklich gewünscht wird. Es werden grundsätzlich keine landwirtschaftlichen Flächen in die Gebietskulisse einbezogen.

Der Suchprozess für eine Gebietskulisse in der Rhön ist aber noch nicht abgeschlossen, die vorliegende Karte stellt noch keine Festlegung auf eine Nationalparkkulisse dar. Diese wird im weiteren Dialogprozess mit der Region angepasst werden, bis schließlich ein maßgeschneiderter Gebietsvorschlag vorliegt.