Ein Nationalpark im Spessart

 

 

Antworten auf die in der aktuellen Diskussion wichtigsten Fragen

Stimmt es, dass ein Nationalpark im Spessart 20.000 ha oder noch mehr umfassen würde?

Nein. Das Bayerische Naturschutzgesetz schreibt für Nationalparke eine Mindestgröße von 10.000 Hektar vor (ein Hektar entspricht einer Fläche von 100 mal 100 Metern). An diesem Wert würde sich auch die Größe eines möglichen Nationalparks im Spessart orientieren.

Der jetzt zur Diskussion gestellte erste Flächenvorschlag umfasst etwa 10.900 Hektar, um Spielraum für eine auf lokale Gegebenheiten eingehende Feinabgrenzung zu belassen. Die schraffierte Fläche in der Karte beschreibt ein Gebiet, das aus naturschutzfachlicher Sicht für einen Nationalpark im Spessart gut geeignet wäre. Weitere Informationen zu dem Flächenvorschlag können der für das Arbeitstreffen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Region am 10. Februar 2017 in Aschaffenburg vorbereiteten Präsentation entnommen werden.

Dieser Vorschlag ist in seiner Größe und seinen konkreten Abgrenzungen nicht abschließend. Die anliegenden Gemeinden können in dem angebotenen Dialog darauf Einfluss nehmen und ihre Interessen bestmöglich einbringen. Ein möglicher Nationalpark im Spessart soll auch in seiner Lage und Abgrenzung maßgeschneidert sein. Erste Vorschläge wurden beim Arbeitstreffen in Aschaffenburg bereits geäußert.

Stimmt es, dass ein Nationalpark zu einem Verschwinden der Eiche im Spessart führen würde? Wirkt ein Nationalpark tatsächlich wie ein „Ausrottungsprogramm für die Spessarteiche“, wie manchmal behauptet wird? Und wäre ein Nationalpark deshalb sogar schlecht für die Artenvielfalt?

Nein. Das Bayerische Umweltministerium ist sich der Bedeutung der Eiche als ein in Jahrhunderte alter Tradition stehendes, identitätsstiftendes und das Landschaftsbild maßgeblich prägendes Element im Spessart bewusst und bekennt sich ausdrücklich zu deren Erhaltung. Es ist deshalb für einen möglichen Nationalpark im Spessart eine feste Vorgabe, diese Funktionen durch geeignete Managementkonzepte zu erhalten und zu sichern, ja sogar zu stärken. Gleiches gilt für die wichtige Rolle der Eiche und der mit ihr verknüpften Lebensgemeinschaften unter dem Blickwinkel der Artenvielfalt.

Auf einem Anteil von bis zu 25 % der Nationalparkfläche (sogenannte „Pflegezone“) kann in einem Nationalpark dauerhaft aktives Waldmanagement betrieben werden. Der Schwerpunkt kann dabei im Spessart vorrangig auf die Eiche gelegt und die Gestaltung der Fläche dieser Pflegezone sehr gezielt auf die vorhandene Bestandssituation angepasst werden. Dabei können auch Aspekte wie Ortsnähe, Erholungswirkung, Einbindung in touristische Konzepte bis hin zur Wiederbelebung der im Spessart historisch verbreiteten Bestandsform der Lichteichenwälder (ehemals beweidete Flächen mit Huteeichen) berücksichtigt werden. Auch ein Umbau der dort standortfremden Nadelholzbestände böte viel Potenzial, um gezielt die Eiche und andere heimische Baumarten in einem Nationalpark zu fördern.

Um einen wirksamen Eichenanteil auch in der nutzungsfreien Zone des Nationalparks (sogenannte „Kernzone“) dauerhaft zu erhalten, können entsprechende Sonderregelungen in die aufzustellende Nationalparkverordnung aufgenommen werden. Durch ein detailliertes Konzept können auch hier einzelne Eichenpartien oder zum Beispiel auch die Huteeichen mit gezielten Unterstützungsmaßnahmen erhalten werden. Besonderes Augenmerk kann dabei auf nahe an Wegen liegende Individuen oder Gruppen gelegt werden.

Aber das Wichtigste ist: Die Bäume in einem Nationalpark dürfen alt werden. Dies würde dem Schutz aller an alte Laubbäume gebundenen Arten dienen. Alte Bäume haben dazu eine eindrückliche optische und emotionale Wirkung. Die Spessarteiche wird dadurch noch markanter und prägender. Und es ist mitnichten ein Verschwinden von an Eichen gebunden Arten zu befürchten.

Eine wissenschaftliche Expertise von Prof. Dr. Jörg Müller, Julius-Maximilians-Universität Würzburg kommt zu folgenden zentralen Aussagen:

  • Eine Gefährdung der Traubeneiche als Baumart im Suchgebiet eines möglichen Nationalparks Spessart kann auf Grund der heutigen Baumartenzusammensetzung und Altersverteilung der Bäume in planungsrelevanten Zeiträumen ausgeschlossen werden.
  • Der Klimawandel lässt hier sogar Vorteile für Eiche, aber auch für die Biodiversität an Eichen erwarten.
  • Eine große nutzungsfreie Zone würde die Alteichen vor Übernutzung schützen und in nur 100 Jahren zu einer Verdopplung der Altbaumfläche führen.
  • Die heutigen standortfremden Nadelholzbestände bieten zusätzlich viel Raum, um in einer Pflegezone gezielt die Eiche und andere heimische Baumarten in einem Nationalpark deutlich stärker als aktuell zu fördern..

Fazit: Ein Nationalpark wäre keineswegs ein „Ausrottungsprogramm für die Traubeneiche“. Im Gegenteil: Durch ein ausgereiftes Managementkonzept kann in einem möglichen Nationalpark im Spessart Bedeutung und Wirkung der Eiche sowohl in ihrer Rolle als das Landschaftsbild prägendes, für Einheimische wie für Besucher gleichermaßen intensiv wahrnehmbares Element und Spessartsymbol, aber auch als für die Artenvielfalt herausragend wichtiger Lebensraum entscheidend gefördert und dauerhaft verbessert werden.

Stimmt es, dass in einem Nationalpark die Wege zerstört und die Menschen dadurch ausgesperrt werden?

Nein. Ein Nationalpark ist für die Menschen da. Denn Nationalparke dienen neben dem Schutz der Natur wesentlich auch der naturkundlichen Bildung und dem Naturerleben. Die Besucher sollen durch ein attraktives Angebot an Wegen, Informationen und Führungen die Natur hautnah erleben und genießen können. Sowohl für Einheimische als auch für Touristen bleibt das Gebiet deshalb selbstverständlich auch weiterhin zugänglich.

Die beiden bestehenden Nationalparke in Bayern zeigen: Ein so intensives Netz aus gut gepflegten, interessanten Wegen und Steigen wie in einem Nationalpark findet sich außerhalb dieser Großschutzgebiete kaum irgendwo anders. Auch speziell ausgewiesene Radwege und Loipen werden angeboten.

Für eine Renaturierung kommen dagegen grundsätzlich nur Forststraßen in Betracht, die – gemessen an den verschiedensten Anforderungen (Managementmaßnahmen, Brandschutz, Rettungseinsatze, usw.) – dauerhaft nicht mehr benötigt werden. Um den dieser Abwägung zu Grunde zu legenden Bedarf auch vollständig zu erfassen, werden bei der Beurteilung die Gemeinden, Feuerwehr, Rettungsdienste, Wandervereine, Freizeitorganisationen und viele andere einbezogen.

Und nicht zuletzt: „Renaturieren“ bedeutet in vielen Fällen nichts anderes, als eine für andere Zwecke nicht mehr benötigte geschotterte Forststraße umzubauen in einen attraktiven, naturnahen Wanderweg.

Stimmt es, dass ein Nationalpark zu Einschränkungen oder gar dem Verlust der althergebrachten Spessartforstrechte führen würde?

Nein. Das Bayerische Umweltministerium beabsichtigt in keiner Weise, die bestehenden Spessartforstrechte in irgendeiner Form in Frage zu stellen. Eine zwangsweise Ablösung oder gar Enteignung wird es nicht geben. Die Ausübung dieser Rechte soll und wird weiter möglich sein.

Für die Ausübung der sogenannten „Oberholzrechte“ haben der Verband der Spessartforstberechtigten und die damalige Bayerische Staatsforstverwaltung im Jahr 1978 eine noch heute zur Anwendung kommende Vereinbarung zur „Erleichterung der Ausübung der Spessart-Forstrechte“ getroffen. Diese bewirkt für die Rechtler gegenüber dem unmittelbaren Rechtsgehalt spürbare Vorteile, wie z. B. die Erlaubnis zum Einsatz von Kraftfahrzeugen und die Verwendung der Motorsäge. Insbesondere darf auch stärkeres Holz, das nach der Freigabe noch auf der Hiebsfläche verblieben ist, unentgeltlich mit aufgearbeitet und genutzt werden. Im Gegenzug führt die Vereinbarung gewisse „Spielregeln“ für die Rechteausübung ein: Die Ausübung der Rechte ist zeitlich und räumlich nicht „beliebig“ möglich - der Forstbetrieb gibt vielmehr für einen engen Zeitraum (je einmal im Frühjahr und Herbst) eine begrenzte Anzahl von Hieben frei. In diesem Rahmen können die Oberholzrechte unter den oben beschriebenen erleichterten Bedingungen zur Deckung des eigenen Bedarfs durch die Berechtigten ausgeübt werden.

Das Umweltministerium wird diese erleichterte Form der Ausübung der Oberholzrechte auch im Falle der Einrichtung eines Nationalparks weiterhin gewährleisten. Auch mit einem Nationalpark würden (außerhalb der Kernzonen) in gleicher Weise Hiebe angeboten werden, in denen die Berechtigten unverändert ihr Recht in der erleichterten Form ausüben können. Hierfür bieten sich in den Pflegezonen und auf den im Vergleich immer noch deutlich größeren Staatswaldflächen außerhalb des Nationalparks ausreichende Möglichkeiten.

Dadurch wird das ggf. im Grundbuch festgeschriebene Recht als solches nicht ausgehebelt. Sollte sich ein Rechtler gegen die Vereinbarung von 1978 mit ihren Vorteilen entscheiden, so kann er sein Recht allein auf Basis des ursprünglichen Rechtebeschriebs ausüben. Dies wird auch unabhängig von der Existenz eines Nationalparks auf der gesamten zugunsten der Gemeinde verpflichteten Fläche möglich sein.

Ziel des Umweltministeriums ist, gemeinsam mit der Region ein Konzept zu erarbeiten, das die Ausübung der Forstrechte in ungeschmälertem Umfang und ortsnah garantiert. Dieses Konzept soll in eine Vereinbarung aufgenommen werden, die mit der Einrichtung eines Nationalparks verbindlich werden würde.

Stimmt es, dass durch einen Nationalpark für die Bewohner der umliegenden Gemeinden kein Brennholz mehr zur Verfügung stehen oder das Brennholz für sie erheblich teurer werden würde?

Nein. Die Brennholzversorgung der örtlichen Bevölkerung soll sich durch einen Nationalpark in keiner Weise verschlechtern.

Das bedeutet: Eine Nationalparkverwaltung wird sicherstellen, dass zum einen das bisher zur Verfügung stehende Volumen an Brennholz auch weiter verfügbar ist. Zum anderen wird die Nationalparkverwaltung dafür Sorge tragen, dass die Einrichtung eines Nationalparks nicht zu höheren Kosten für den Brennholzbezug führt. Wo Forstrechte und Brennholzwerbung sich überschneiden, werden attraktive Regelungen getroffen werden können.

Das Umweltministerium bietet den Gemeinden im Bereich des Nationalparks an, im Rahmen des Dialogs gemeinsam entsprechende Konzepte zu erarbeiten, die diese Zusagen umsetzen und mit der Einrichtung eines Nationalparks verbindlich werden. Die Gemeinden können ihre Vorstellungen hierzu wirksam einbringen.

Stimmt es, dass ein Nationalpark zu einer unkontrollierten Vermehrung von Schwarzwild führen würde? Nehmen Schwarzwildschäden dann noch mehr zu? Droht sogar eine SchweinepestEpidemie?

Nein.Eine an jagdlichen Kriterien und Interessen ausgerichtete jagdliche Bewirtschaftung von Revierflächen wird in einem Nationalpark generell durch ein in der Verantwortung der Nationalparkverwaltung stehendes Wildtiermanagement ersetzt.

Die Populationsdynamik des Schwarzwildes stellt im Spessart unter der Zielsetzung der Vermeidung von Schäden auf angrenzenden Flächen eine besondere Herausforderung dar. Das Umweltministerium stellt sich dieser Herausforderung. Klarer Auftrag der Nationalparkverwaltung wird es deshalb sein, einen Schutz der angrenzenden Flächen vor Schwarzwildschäden zu gewährleisten. Hierfür soll im Bedarfsfall das gesamte Spektrum an möglichen Bejagungsstrategien im Einklang mit jagd- und tierschutzrechtlichen Vorgaben ausgeschöpft werden.

Gleiches gilt auch für Maßnahmen zur Vorbeugung von (Wild-)Seuchen. Im Falle des Auftretens der Schweinepest wird der Nationalpark selbstverständlich alle erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen.

Stimmt es, dass eine Nationalparkverwaltung sogar versuchen würde, Wölfe im Spessart anzusiedeln?

Nein. Es erfolgt keine Ansiedlung, weder innerhalb noch außerhalb von Nationalparken.

Für das natürliche Vorkommen bestimmter Arten gelten wie für alle Regionen Bayerns Konzepte und Managementpläne für das Management von großen Beutegreifern.

Stimmt es, dass die Gemeinden ihre Bürgerinnen und Bürger durch einen Nationalpark nicht mehr ausreichend mit Trinkwasser versorgen können?

Nein. Eine angemessene Trinkwasserversorgung der Gemeinden wird auch weiterhin möglich sein. Sowohl innerhalb wie außerhalb eines Nationalparks sind für neue Wasserversorgungsanlagen die üblichen Genehmigungsverfahren durchzuführen.

Bereits im Rahmen der Ausweisung eines Schutzgebiets kann auf Belange der Trinkwasserversorgung Rücksicht genommen werden. So sind in den Nationalparken Bayerischer Wald und Berchtesgaden bestehende Anlagen von der Nationalparkverordnung ausgenommen. Es besteht daher für solche Anlagen ein sog. „Bestandsschutz“.

Sollen über den Bestandsschutz hinausgehende Maßnahmen an bestehenden Anlagen erfolgen oder beispielsweise neue Quellen erschlossen werden, können hierfür generell Ausnahmen in der Verordnung oder im Einzelfall Befreiungen zugelassen werden.

Dadurch wird sichergestellt, dass einem berechtigten öffentlichen Interesse an einer Sicherstellung der örtlichen Trinkwasserversorgung regelmäßig Rechnung getragen werden kann. Diese Einschätzung bestätigt auch die aktuelle Situation in den beiden bestehenden Nationalparken. So werden im Nationalpark Bayerischer Wald jährlich rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Nationalpark für die Trinkwasserversorgung verwendet. Die National-parkgemeinden im Raum Berchtesgaden beziehen ihr Trinkwasser weit überwiegend aus dem Nationalpark.

Stimmt es, dass ein Nationalpark den Gemeinden alle Möglichkeiten nehmen würde, sich weiter zu entwickeln? Können Gemeinden dann keine Baugebiete mehr ausweisen oder Betrieben Gewerbeflächen anbieten?

Nein. Vielmehr würden die mit einem Nationalpark verbundenen Infrastrukturprojekte für eine Reihe von Kommunen neue Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Durch eine mit den Gemeinden abgestimmte Festlegung der Nationalparkgrenzen können die aus Sicht der Gemeinden notwendigen räumlichen Entwicklungsspielräume gewahrt werden. Ziel der Gespräche mit den Kommunen ist deshalb auch, die kommunalen Entwicklungsziele mit der Abgrenzung eines möglichen Nationalparks in Einklang zu bringen.

Und: Ein Nationalpark kann keinen bestimmenden, über die allgemein geltenden rechtlichen Regelungen hinaus gehenden Einfluss auf die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben oder die wohnbauliche Entwicklung außerhalb seiner Grenzen nehmen.

Stimmt es, dass ein Nationalpark kommunale oder private Waldbesitzer oder auch landwirtschaftliche Betriebe in seinem Umfeld schädigen würde?

Nein. Die Bayerische Staatsregierung hat klar entschieden: Für den dritten Nationalpark in Bayern ist vorrangig Staatswald zu berücksichtigen. Davon unabhängig gilt generell: Flächen in privatem oder kommunalem Eigentum kommen für einen Nationalpark nur dann in Betracht, wenn der Eigentümer dies ausdrücklich wünscht.

Gerade im Spessart mit seinen großen und kompakt ausgeformten Staatswaldflächen sind andere Waldflächen für die Gestaltung eines Nationalparks nicht erforderlich. Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind ebenfalls nicht mit einzubeziehen.

Schädliche Auswirkungen eines Nationalparks im Spessart auf nichtstaatliche Waldbesitzer außerhalb der eigentlichen Nationalparkflächen sind nicht zu erwarten. Der Wegfall eines konkurrierenden Angebots auf dem Holzmarkt könnte hier eher zu einer Verbesserung der Wettbewerbssituation führen.

Schädliche Auswirkungen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Region sind ebenfalls nicht zu erwarten. Die von einem Nationalpark ausgehenden wirtschaftlichen Impulse für die Region könnten im günstigen Fall auch für die landwirtschaftlichen Erzeuger positive Effekte anstoßen.

Stimmt es, dass ein Nationalpark zu einer Vernichtung von Hunderten von Arbeitsplätzen im Spessart führen würde?

Ganz sicher nicht.

Dieses Thema hat sehr viele Facetten, mit denen man sich gründlich auseinandersetzen muss. Dazu werden wir eine Studie in Auftrag geben. Klar ist: Einen Nationalpark im Spessart, der letztendlich wesentliche Nachteile für die Region mit sich bringen würde, wird es nicht geben.

Außer Frage steht: Ein Nationalpark schafft neue Arbeitsplätze. Die beiden Parke im Bayerischen Wald und im Berchtesgadener Land beweisen das. Das gilt für Unternehmen und Betriebe im Umfeld des Nationalparks genauso wie für den staatlichen Bereich selbst: Die Nationalparkverwaltungen beschäftigen aufgrund ihres vielfältigen Aufgabenspektrums mehr Arbeitskräfte als ein Forstbetrieb, der die gleiche Fläche forstlich bewirtschaften würde.

Doch kostet der Nationalpark auch (bestehende) Arbeitsplätze in Betrieben in der Region?

Wichtig für diese Frage ist: Ein Nationalpark im Spessart würde eine Fläche von etwa 10.000 Hektar umfassen. 90% des Waldes im Spessart werden weiterhin forstwirtschaftlich bewirtschaftet. Änderungen würden sich damit nur für einen geringen Anteil des einschlägigen Rohstoff- oder Auftragsvolumens in der Region ergeben. Hier können Lösungen erarbeitet werden, die die Holzversorgung regionaler Betriebe auch in Zukunft sicherstellen. Auch diese Fragen werden in einer Studie aufgegriffen und vertieft untersucht.

Die Erfahrungen aus den beiden bestehenden Nationalparken zeigen: In der Summe ergibt sich ein merkliches Plus und damit ein messbarer Vorteil für die Region.