Ein Nationalpark in der Bayerischen Rhön

 

 

Information zum Besuch von Frau Staatsministerin Ulrike Scharf in der Bayerischen Rhön am 15.03.2017
zur möglichen Einrichtung eines dritten Nationalparkes in Bayern

Am 26.10.2016 fand ein erstes Treffen der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf mit den beiden Landräten Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld) und Thomas Bold (Bad Kissingen) sowie den Vertretern des Bayerischen Gemeindetages aus den beiden Landkreisen, Frau Bürgermeisterin Erb (Markt Oberelsbach) und Herrn Bürgermeister Matthias Klement (Markt Maßbach), statt. Hierbei wurde betont, dass die Suche nach einem Standort für einen dritten Nationalpark ein offener Prozess sei, der im Dialog mit den Regionen zu gestalten sei. Am Ende des Dialogs stehe die Entscheidung der Region.

Auf Veranlassung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, deren Aufgabe es ist, einen oder mehrere konkretisierte/n Flächenvorschlag/-vorschläge für den Entwicklung eines möglichen Nationalparks in der Rhön zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern des Umwelt¬ministeriums, der Regierung von Unterfranken und den beiden Landratsämtern Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Die Arbeitsgruppe hat erstmals am 14.02.2017 bei der Regierung von Unterfranken getagt und einen ersten Vorschlag für die Flächengestaltung eines möglichen Nationalparks in der Rhön ausgearbeitet. Dieser Flächenvorschlag dient nun als Diskussionsgrundlage für das Gespräch von Umweltministerin Scharf mit den Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern aus der Region.

Als nächster Schritt steht der Start des Dialogprozesses mit dem Bayerischen Umweltministerium an, in den die Bürger, die Öffentlichkeit und die Verbände einbezogen werden. Hier sollen alle mit der Ausweisung des Nationalparks auftretenden Fragen geklärt werden. Diesem Prozess vorangestellt werden soll eine klare Ablaufstruktur sowie ein definierter Zeitplan, der nun gemeinsam von den Landratsämtern und dem Umweltministerium entwickelt wird.

Fachliche Kriterien für die Rhön:

Nationalparkflächen können innerhalb der Gebietskulisse von Biosphärenreservaten liegen. Beispiele in Deutschland hierfür sind das Biosphärengebiet Berchtesgadener Land oder das Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die für das Biosphä¬renreservat Rhön typischen offenen Hochflächen (Bergwiesen) sollen erhalten bleiben, da es sich hier um einmalige, hochwertige Kulturlandschaften handelt. Geeignet sind in erster Linie die Staatswaldflächen, die teilweise eine sehr hohe Standortvielfalt und Artenvielfalt aufweisen.

Für die Schaffung eines Nationalparkes müssen anspruchsvolle Kriterien erfüllt werden. Im Einzelnen sind dies:

Konkretisierter Suchraum Rhön (Stand 15.03.2017)

Präsentation auf der Informationsveranstaltung für Kommunen und regionale Mandatsträger am 15. März 2017

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 15.03.2017